Mit Hilfe der Timeline wird die Ebene der reinen Gesprächstherapie verlassen und man begibt sich mit dem Klienten auf die Ebenen der körperorientierten Therapie. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass wir von der rein verstandesgesteuerten Ebene auf die emotionale Ebene gelangen. Verdeckt geglaubte Erfahrungen werden sanft reaktiviert – und somit dem Klienten wieder zugänglich gemacht.

Ausgehend von der Gegenwart werden Bilder/Ereignisse aus der Vergangenheit in Gedanken wieder aufgesucht, die möglicherweise für die derzeitige Fragestellung noch eine Rolle spielen. Die körperliche Bewegung des Klienten / der Klientin – das Laufen entlang der Zeitlinie zum Punkt des Ereignisses – wird durch mich als Ihre Therapeutin aktiv begleitet und sorgt damit für Stabilität und Sicherheit.

Durch die zeitliche Ordnung der Erlebnisse gelingt es Klienten besser, Ordnung und Struktur in die eigenen Erfahrungen zu bringen. Darüber hinaus knüpfen sie Verbindungen zwischen den einzelnen Ereignissen und zu den Elementen, die sie in ihren Erlebnissen positiv unterstützt und begleitet haben. – Innere und äußere Kraftquellen werden reaktiviert und können den Klienten/ die Klientin in der Auseinandersetzung mit dem aktuellen Thema positiv unterstützen.

Bei der Arbeit mit der Timeline-Methode geht es also grundsätzlich darum, belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit zu reflektieren und die Bewertung sowie das aktuelle Gefühlserleben dazu positiv zu verändern. Dies bedeutet, dass die negativen Ereignisse zwar biografisch gesehen erhalten bleiben, da sich in der Vergangenheit Erlebtes nicht verändern lässt, jedoch der emotionale sowie kognitive Umgang damit positiv verändert wird. Mit Hilfe der Timeline-Arbeit können Veränderungen sehr tiefgreifend sein und anhaltende Veränderungsergebnisse ermöglicht werden.