Jeder erfahrene Therapeut weiß, dass die beim Patienten vorgenommenen Therapien besser wirken können, wenn Verfahren der Entgiftung, Ausleitung und Darmsanierung an den Anfang einer Behandlung gestellt werden. 

Jede Basistherapie ist eine Regulationstherapie und unbedingte Voraussetzung für eine intakte Reaktionsfähigkeit des Grundsystems und damit maßgeblich für Therapieerfolge. Eine Regulationsstarre kann zusätzlich eine Erschöpfung der Stressachse (Hypophyse-Nebenniere) begünstigen.

Symptome/Zustände, die für Fehlregulationen des Grundsystems sprechen:

  • Probleme im Gelenk- und Muskelbereich (Verspannungen, Arthritis, Faszienprobleme etc.)
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Hauterscheinungen, z. B. Akne etc.
  • Allergien (Heuschnupfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten usw.)
  • generell übermäßiges Schwitzen
  • manche Symptomatik während des Klimakteriums
  • im Verlauf von Autoimmunerkrankungen
  • ständige Erkältungen
  • wenn eigentlich erfolgreiche Therapien nicht greifen
  • während Schmerzzuständen
     

Entgiftung und Ausleitung

Der Organismus muss sich in unserer Zeit mit einer Fülle von Giftstoffen auseinandersetzen. Wir kommen schätzungsweise täglich mit rund 60.000 körperfremden Stoffen in Berührung. Da manchmal zum Abbau die aufspaltenden Enzyme fehlen und die Ausscheidungsorgane häufig überlastet sind, muss der Körper diese Stoffe vorerst zwischenlagern. Solche Zwischendeponien sind das Bindegewebe und der dazugehörende Extrazellular-raum (EZR). Die Zwischendeponien sollten regelmäßig gereinigt –– entgiftet – werden, da es sonst zu einer gestörten Kommunikation der Botenstoffe im Körper führen kann und diese den Körper empfänglicher für Erkrankungen machen können.

Darmsanierung

Schon Hippokrates sagte: „Der Tod sitzt im Darm.“ Nur ein intakter Darm kann die Nährstoffe richtig aufnehmen und so dafür sorgen, dass letztendlich alle Körperzellen die Stoffe bekommen, die sie benötigen. Die Darmflora spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Durch Ernährungsfehler und durch Zivilisationsschäden ist bei den meisten Patienten die Darmflora sanierungsbedürftig.

Im Darm befindet sich aber auch reichlich lymphatisches Gewebe. Deshalb spielt der Darm auch bei Abwehrvorgängen und bei Allergien (!) eine zentrale Rolle und sollte immer mitbehandelt werden.

Da der Darm außerdem über das Lymphsystem mit dem Bindegewebe und dem EZR verbunden ist, können Zwischendeponien auch hier für eine Dysfunktion im Darm sorgen.

Darmreinigung, Darmentgiftung und Darmsanierung sind sehr unterschiedliche Maßnahmen. Notwendig sind dafür nicht nur unterschiedliche Hilfsmittel und Heilpflanzen, sondern auch ein Grundverständnis für das, was unser Darm wie leistet und die dazugehörige Diagnostik. Nur so kann man verstehen, warum und wann eine Darmreinigung, Darmentgiftung oder auch Darmsanierung notwendig ist.

Zur Unterstützung dieser Maßnahmen kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Arzneimittel zum Einsatz. Neben den Präparaten zur mikrobiologischen Therapie haben sich unterstützend besonders homöopathisch und spagyrisch aufbereitete Pflanzen bewährt. Sie haben in der Regel weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente und schädigen nicht die natürliche Darmflora. Auch für eine langfristige Einnahme sind sie daher gut geeignet.