Eine offene Tür, ein offenes Herz und offene Ohren

Behutsam und mit aller Achtsamkeit werde ich Ihnen dabei helfen, die Fährte auf dem Weg zu sich selbst aufzu-
nehmen, um diesen Weg begleitet gehen zu können.

Ich biete Ihnen als Einzelner, Paar oder Familie die Möglichkeit einer Gesprächstherapie an. Wie alle meine Therapieangebote findet diese in einem geschützten Rahmen statt.

Entsprechend Ihres Anliegens entscheide ich im Einzelnen über die Methode, die ich anwenden werde.  Möglicherweise berücksichtige ich hierbei auch das gesamte Familiensystem. In diesem Fall ist es nicht erforderlich, dass Partner oder Familienmitglieder Sie begleiten. 
 

Wissenswertes zum Thema Trauma:
Durch die vermehrte Integration von Ressourcen hat sich die Traumatherapie in den letzten Jahren deutlich verändert. Das Thema, mit dem ein Klient/eine Klientin konfrontiert ist, kann so schwierig sein, dass sich während des Behandlungsprozesses große Erschöpfung zeigen kann. Um diese Erfahrung abzumildern, wurde damit begonnen, gezielt die individuellen Ressourcen einzubinden bzw. zusätzliche aufzubauen.

Die letzte Möglichkeit in einer aussichtslosen traumatisierenden Situation ist das Aufgeben, unbeweglich erstarren als eine Art Totstellreflex, sich unterwerfen und warten, bis die Gefahr vorüber ist. Dies ist entweder die Vorbereitung auf den nahenden Tod oder die letzte Möglichkeit des Überlebens. Diese Blockade ist aber eine eingefrorene Anspannung und hat ein extrem hohes Energie- und Spannungsniveau. Dr. Peter Levine, Entwickler des Somatic Experiencing® und Gründer und Präsident der Foundation for Human Enrichment in Lyons (Colorado/USA), beschreibt anschaulich, wie Tiere aus dieser blockierten Spannung urplötzlich in die aktiven Überlebensschemata Flucht und Kampf wechseln können. Dieser Wechsel ist auch die natürliche Lösung des Totstellreflexes. Beim Menschen ist dieses Lösen oft sehr viel komplizierter. Aber aus der Erstarrung in Todesnähe heißt die Lösung: sich bewegen und Flucht. Im verwandten dissoziativen Zustand der Unterwerfung sind Handeln und Kampf (inkl. Widerstand) das Gegenschema, welches herausführt. Handeln, sich bewegen, Flucht und Kampf sind also auf dieser archaisch-biologisch fixierten Ebene die spezifischen angemessenen Ressourcen für diese Zustände der Erstarrung.

"Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen", heißt es in einem Song von Xavier Naidoo. Der Zusammenschluss von Säugetieren zu einer Gruppe sichert das Überleben der Gruppe und bietet den einzelnen Tieren das Gefühl von Gemeinschaft, Sicherheit und gemeinsamer Stärke. In potenziell traumatisierenden Situationen ist eine grundsätzliche Lösung die Hilfe von anderen. Tiere stehen in einer Gefahrensituation zusammen, die Herde rückt zusammen, verhält sich wie ein Gesamtorganismus (Levine 1998) und ermöglicht so das Überleben der Gruppe. Dabei kann sogar das Schema des Überlebens des Individuums überwunden werden und ein Mensch oder ein Tier sich für die anderen opfern. Bekannt ist dies z. B. von Muttertieren, die als besonders gefährlich gelten, wenn sie Jungtiere in der Nähe haben. 

Wenn jedoch, wie vorher genannt, der Schutz der "Gruppe" versagt, oder die Bezugspersonen die Ursache der gewaltsamen Schädigung sind - das Ausgeliefert-Sein im nahen, meist familiären Bezugssystem und die oft lebenslange Schädigung durch Traumatisierung in der Kindheit - steht in der Regel die Verletzlichkeit von Kindern im Vordergrund: die noch nicht abgeschlossene kognitive Entwicklung, die Abhängigkeit von der Fürsorge und dem Schutz durch die unmittelbaren Bezugspersonen. Das Lebensgefühl von Sicherheit, Vertrauen in Beziehungen, Vorhersagbarkeit, Wirksamkeit des eigenen Handelns in der Realität und nicht zuletzt der Kontrolle über die eigenen Gefühle und Körperempfindungen , die durch das Trauma verloren gegangen oder stark beeinträchtigt worden sind, gilt es - auch im Erwachsenenalter - wiederherzustellen.

Das Finden einer beruhigenden Lösung ist entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung.

Meine Arbeit in diesem Bereich orientiert sich an der Gestalttherapie von Fritz Perls, der Familientherapie von Virginia Satir und der Hypnotherapie von Dr. Milton Erickson sowie auf den Entwicklungen und Erkenntnissen von Eugene T. Gendlin, Ph.D.,  Dr. Peter Levine, Dr. Francine Shapiro und Dr. Christine Rost. Unterstützend wende ich u. a. auch die EMDR-Methode an.